Dass Nachhaltigkeit mehr als ein Trend ist, ist mittlerweile ein Allgemeinplatz. Wieso, stellt sich da die Frage, sehen so wenige Unternehmen Nachhaltigkeit als strategischen Vorteil? Bei den meisten Unternehmen hört die Nachhaltigkeit bei Energie-Effizienz-Steigerungen, Recycling oder Sponsoring sozialer Zwecke auf. Oder die Unternehmen sind von außen, z.B. durch Compliance-Forderungen von Kunden, gezwungen, gewisse Standards zu erfüllen. Das ist schade. Denn so verschenken die Unternehmen viel.
Nachhaltigkeit muss ins Kerngeschäft
Um von Nachhaltigkeit zu profitieren, muss sie ins Kerngeschäft und die Unternehmensprozesse integriert werden – kurz: Nachhaltigkeit muss Teil der Unternehmensstrategie werden.
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In Ergänzung zum Gastbeitrag "Cradle to Cradle® - Nachhaltigkeit weiter gedacht" von Sonja Eser: Für alle, die lieber einen Film anschauen als Artikel lesen, gibt es einen kurzen Film (gut 6 Minuten), der das Grundprinzip des Cradle to Cradle® Designkonzepts erläutert und interessante Praxisbeispiele zeigt.
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Gastbeitrag von Sonja Eser von der EPEA-Akademie in München
Explodierende Rohstoffpreise, belastete Produktions-Rückstände, Vorsorge für gesetzliche Regelungen oder die steigende Nachfrage der Kunden nach umweltfreundlichen Produkten und neuen Serviceleistungen – alles gute Gründe, auf das Cradle to Cradle® Konzept zu setzen. Wie funktioniert das? Und was bedeutet es für Wirtschaft und Umwelt?
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Es gibt Unternehmen, die frühzeitig Nachhaltigkeit in ihre Strategie und ihre Prozesse aufgenommen haben und nach den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaften arbeiten. Und es gibt Unternehmen, die sich skeptisch und eher langsam mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsbericht der MIT Sloan Management Review und der Boston Consulting Group.
Was zeichnet die "Embracers", also die Unternehmen, bei denen Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda steht, aus? Es lassen sich sieben Prinzipien feststellen, die nachhaltige Unternehmensführung ausmachen, sagt der Bericht.
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Die Studie des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt Nachhaltigkeit und interaktive Kommunikation als zwei der Trends auf, die in den nächsten zehn Jahren immer weiter an Bedeutung gewinnen. Als zentrale Punkte, die Unternehmen beachten sollten, nennt die Studie die Erarbeitung von Konzepten für Konsumgüter mit Nachhaltigkeitspotenzial, die Integration neuer Medien/Verhaltensmuster in die Verbraucherkommunikation sowie ein stärkeres Augenmerk auf die Wertschöpfungsressource Mensch.
In anderen Worten: Nachhaltigkeit oder Corporate (Social) Responsibility wird bzw. ist essentiell für den Unternehmenserfolg, und kein "nice-to-have".
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In jedem Büro werden laut dem niederländischen Vergleichsdienst printer.com im Schnitt pro Woche 250 Blatt ausgedruckt. Hochgerechnet auf alle Büros ist das viel Papier. Doch nicht nur das – es ist auch viel Toner. Toner lässt sich nicht nur durch eingestellten Sparmodus, auch Entwurfsmodus genannt, reduzieren, sondern auch durch eine Toner-sparende Schrift. So verbraucht z.B. die Spar-Schrift Century Gothic 31% weniger Toner als die meist verwendete Arial. Eine kleine Umstellung, die Geldbeutel und Umwelt freut.
Den kompletten Artikel finden Sie hier.
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Für die meisten produzierenden Betriebe ist ein – wenn nicht der – zentrale Punkt beim Thema Nachhaltigkeit der Bereich Einkauf und Beschaffung. Dass sich nachhaltige Beschaffung auch rechnet und zu einem ertragskritischen Erfolgsfaktor wird, zeigt eine Studie von Roland Berger Strategy Consultants und dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) mit dem Titel „Nachhaltige Beschaffung – Next Level in Procurement Excellence“. Für 83% der befragten Entscheider ist wirtschaftliches Kalkül Haupttreiber für nachhaltiges Wirtschaften. Nachhaltigkeit kann also zur Wertschöpfung beitragen und Unternehmen deutliche Wettbewerbsvorteile bieten.
Das hört sich gut an, doch wie können insbesondere kleine und mittlere Unternehmen Nachhaltigkeit konsequent in Einkauf und Beschaffung umsetzen?
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Fünf Jahre hat der Beratungsprozess über die ISO 26000 Guidance on Social Responsibility gedauert. Daran beteiligt waren weltweit mehr als 600 Experten und Beobachter aus unterschiedlichen Bereichen, wie Industrie, Gewerkschaften, Konsumenten, Regierungsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft, Global Compact oder dem European Business Ethics Network (EBEN). Veröffentlicht werden die Leitlinien im November 2010.
Was ist die ISO 26000?
Die ISO 26000 sind Leitlinien, die Organisationen jeglicher Art Orientierung und Empfehlungen geben, wie sie sich gesellschaftlich verantwortlich verhalten sollten. (s. Wikipedia) Es ist kein Managementsystem Standard, nach dem sich Unternehmen zertifizieren lassen können. Die Leitlinien schaffen Klarheit über Begriffe und Prinzipien gesellschaftlicher Verantwortung. Das erleichtert vor allem international tätigen Firmen die Verständigung mit Lieferanten und Kooperationspartnern über das Thema. Die ISO 26000 ist also ein „legitimer globaler Referenzstandard […],
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Dass Nachhaltigkeit wirklich "in" ist, zeigen auch die immer zahlreicheren Veranstaltungen rund um den Themenkomplex Nachhaltigkeit. Das finde ich sehr begrüßenswert. Auf zwei unterschiedliche Kongresse möchte ich Sie heute hinweisen: zum einen auf das "7. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit" und auf den "1. Jahreskongress Nachhaltigkeit trifft Industrie".
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